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Behandlungsmöglichkeiten beim diabetischen Makulaödem (DMÖ)

Für die Therapie des diabetischen Makulaödems (DMÖ) kommen hauptsächlich zwei Verfahren in Frage:

  • Verabreichung spezieller Medikamente in das Auge
  • Laserbehandlung der Netzhaut

Die Basisbehandlung besteht jedoch grundsätzlich darin, mögliche Risikofaktoren auszuschalten bzw. zu beeinflussen, damit sich ein DMÖ gar nicht entwickelt oder nicht erneut auftritt.

Risikofaktoren des diabetischen Makulaödems (DMÖ)

Ein DMÖ entsteht als mögliche Spätfolge der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) – vor allem bei immer wieder zu hohen Blutzuckerwerten. Eine optimale Blutzuckereinstellung ist daher das A und O bei der Behandlung des diabetischen Makulaödems. Außerdem sollten Sie weitere Risikofaktoren ausschalten, die den Ausbruch oder das Fortschreiten eines DMÖ beschleunigen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Bluthochdruck: Lassen Sie regelmäßig Ihren Blutdruck kontrollieren (Arzt/Apotheke) und nehmen Sie verordnete Medikamente zur Blutdrucksenkung gewissenhaft ein.
  • Rauchen: Verzichten Sie auf den Konsum von Zigaretten, Zigarren, Pfeife & Co.
  • Ungesunde Ernährung: Achten Sie auf eine gesunde Ernährung.
  • Übergewicht: Normalisieren Sie Ihr Gewicht.

Ein Korb mit Gemüse, Hände, die eine Zigarette durchbrechen, ein Blutdruckmessgerät, durchgestrichene Zuckerwürfel, ein Blutzuckermessgerät und eine Waage. Eine gesunde Ernährung, Rauchverzicht sowie die gute Einstellung von Blutdruck, Blutzucker und Körpergewicht helfen, das Risiko für ein DMÖ zu verringern.

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen tragen dazu bei, Netzhautveränderungen und ein DMÖ früh zu erkennen, damit eine Behandlung rechtzeitig begonnen werden kann.

Behandlung des diabetischen Makulaödems (DMÖ)

Die gezielte Behandlung diabetischer Augenschäden richtet sich nach dem Stadium der Netzhauterkrankung (Retinopathie) und der Art des Ödems. Vor allem zwei Therapieverfahren tragen dazu bei, den Verlust der Sehkraft zu verlangsamen und in manchen Fällen die Sehleistung wieder zu verbessern: die Injektion von Medikamenten in das Auge sowie Laserbehandlungen der Netzhaut [1,2].

Injektion von Medikamenten: Bei bestimmten Formen des diabetischen Makulaödems spritzt ein speziell geschulter Augenarzt Medikamente in das erkrankte Auge. Diese Medikamente vermindern die Ödembildung. Manche verhindern auch, dass sich in der Netzhaut unerwünschte neue Blutgefäße entwickeln.
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Laserkoagulation: Laserverfahren kommen in beiden Stadien der diabetischen Netzhauterkrankung (nicht-proliferative und proliferative Retinopathie) sowie beim Makulaödem zum Einsatz. Mit dem konzentrierten Lichtstrahl kann der Arzt unerwünschte neue Adern schrumpfen und undichte Blutgefäße veröden (koagulieren).
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Darüber hinaus gibt es operative Behandlungsansätze: Beispielweise kann bei bestimmten Komplikationen, wie einer großflächigen Netzhautablösung oder Glaskörperblutung, der Glaskörper entfernt werden (Vitrektomie). Dies führt bei manchen Patienten zu einer Sehverbesserung.

Ihr Augenarzt wird Sie über die Therapiemöglichkeiten informieren und Ihnen das für Sie am besten geeignete Verfahren empfehlen.

Quellen:
[1] BVA, DOG: Diabetische Retinopathie, Leitlinie Nr. 20 (Stand September 2011). http://augeninfo.de/leit/leit20.pdf, zuletzt besucht am 25.08.2015.
[2] Stellungnahme von BVA, RG und DOG zur Therapie der diabetischen Makulopathie (Stand Dezember 2010). http://www.dog.org/wp-content/uploads/2009/09/Stellungnahme-zur-Therapie-der-diabetischen-Makulopathie-4.pdf, zuletzt besucht am 25.08.2015.