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Spiegelung des Augenhintergrundes (Funduskopie) bei altersabhängiger Makuladegeneration (AMD)

Die Augenspiegelung (Funduskopie/Ophthalmoskopie) gehört zu fast jeder umfangreichen augenärztlichen Untersuchung. Mit Hilfe einer Lichtquelle und vergrößernden Gläsern untersucht der Augenarzt den Augenhintergrund und kann dabei Veränderungen an der Netzhaut feststellen [1].

Untersuchungsablauf

Damit der Arzt alle Bereiche der Netzhaut einsehen kann, muss er die Pupillen vor Beginn der Untersuchung mit speziellen Augentropfen erweitern („weittropfen“). Die Wirkung setzt sehr schnell ein. Die nur wenige Minuten dauernde Augenspiegelung tut nicht weh, manche Patienten fühlen sich allerdings durch das Licht der Untersuchungslampe ein wenig geblendet. In der Regel berührt die Lupe das Auge nicht. In einigen speziellen Fällen, z. B. wenn zusätzlich eine Behandlung durchgeführt werden soll, platziert der Arzt die Lupe jedoch direkt auf dem zuvor mit Tropfen betäubten Augapfel [1].

Bild einer Funduskopie: ein oranger Kreis auf schwarzem Hintergrund mit roten, verästelten Blutgefäßen, einzelne Bereiche sind beschriftet

Dank moderner Technik sind Bildvergrößerungen möglich, so dass auch kleine Veränderungen auffallen. Manchmal fotografiert der Arzt auch den Augenhintergrund, um ein Vergleichsbild zu späteren Untersuchungsergebnissen zu haben [1].

 

Ältere Dame mit Hut und Sonnenbrille

Bitte beachten Sie: Die Vergrößerung der Pupillen hält noch einige Stunden an. Da die Augen dadurch sehr lichtempfindlich reagieren, dürfen Sie nach solch einer Untersuchung erst dann wieder Auto oder Fahrrad fahren, wenn die Tropfen nicht mehr wirken. Idealerweise lassen Sie sich vom Arzttermin abholen und tragen eine Sonnenbrille (auch bei bedeckter Witterung!), da die Augen noch sehr blendempfindlich sind [1].

Warum eine Funduskopie nicht immer ausreicht

Manchmal benötigt der Arzt einen ganz detaillierten Blick in Ihre Augen, den eine Augenspiegelung allein nicht ermöglicht. Denn einige und vor allem kleinere Veränderungen der Netzhaut, wie beispielsweise durch eine altersbedingte Makuladegeneration, zeigen sich in der Funduskopie erst ab einer bestimmten Größe. Die Augenspiegelung gibt hier zwar in der Regel erste Hinweise – für die weitere Vorgehensweise und die Kontrolle der Behandlung sind allerdings weitere Untersuchungen nötig, wie z. B. eine Fluoreszenz-Angiographie [1].

Quellen:
[1] http://www.portal-der-augenmedizin.de/behandlungen/allgemeine-untersuchungen/kontrolle-augenhintergrund/betrachtung-kontrolle-augenhintergrund.html, zuletzt besucht am 07.05.2019.