Sie sind hier:

Untersuchungen des Auges bei der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD)

Bevor der Arzt Ihr Augenlicht genau „unter die Lupe“ nimmt, wird er Ihnen vermutlich einige Fragen stellen. Nur so kann er herausfinden, welche Untersuchungen er durchführen muss, um Ihren Beschwerden auf den Grund zu gehen. Beschreiben Sie dem Augenarzt Ihre Symptome daher so detailliert wie möglich und schildern Sie ihm auch den zeitlichen Verlauf. Sprechen Sie auch andere Erkrankungen an, die Sie in diesem Zusammenhang möglicherweise nicht für wichtig halten bzw. von denen Sie glauben, dass sie nichts mit den Augen zu tun haben, wie z. B. Bluthochdruck oder eine Zuckererkrankung. Denn einige dieser Krankheiten gehören zu den Risikofaktoren, die eine altersabhängige Makuladegeneration fördern können.

Der Arzt führt eine Augenuntersuchung bei einer jungen Frau durch

Dem Augenarzt steht eine Vielzahl modernster Untersuchungsverfahren zur Verfügung. Sie ermöglichen ihm, die für bestimmte Augenerkrankungen typischen Veränderungen zu erkennen und so die richtige Diagnose zu stellen. Welche Untersuchungen er dafür benötigt, hängt von Ihren Beschwerden ab [1].

Einfache Sehtests

Mit Hilfe einfacher Sehtests, beispielsweise mit Sehtafeln, untersucht der Augenarzt gezielt Ihre Sehschärfe (Visus) und Ihre Farb- und Kontrastwahrnehmung. Die so gewonnenen Messergebnisse bieten im Verlauf einer eventuell notwendigen Behandlung einen wichtigen Vergleichswert [1].
Mehr zu Sehtests bei AMD

Untersuchung des Augenhintergrundes (Funduskopie/Ophthalmoskopie)

Mit einem speziellen Augenspiegel und einer Lupe betrachtet der Arzt den Augenhintergrund und damit die Netzhaut. Dadurch erkennt er die bei einer AMD häufig vorkommenden Ablagerungen, die Drusen genannt werden [1].
Mehr zur Augenspiegelung bei AMD

Darstellung von Netzhautgefäßen (Fluoreszenz-Angiographie)

Mit Hilfe eines speziellen Farbstoffes und einer Spezialkamera stellt der Augenarzt die Feinstrukturen der Netzhaut besonders gut dar. Die Fluoreszenz-Angiographie gehört zu den Standarduntersuchungen bei der altersabhängigen Makuladegeneration [1,2].
Mehr zur Fluoreszenz-Angiographie

Darstellung der Netzhautschichten (optische Kohärenztomographie)

Die optische Kohärenztomographie (OCT) ermöglicht einen Blick auf die einzelnen Schichten der Netzhaut. Dadurch erkennt der Arzt frühzeitig typische AMD-Schäden wie beispielsweise Ablagerungen oder Flüssigkeitsansammlungen in der Netzhaut [1,2]. Wichtiger Hinweis: Eine OCT gehört derzeit nicht zum Standard-Leistungspaket der Krankenkassen – fragen Sie daher sicherheitshalber bei Ihrer Kasse nach, ob die Kosten dafür übernommen werden.
Mehr zur optischen Kohärenztomographie bei AMD

Untersuchungen für andere Augenerkrankungen

Neben der AMD gibt es weitere Augenerkrankungen, die mit zunehmendem Alter auftreten können. Dazu gehören beispielsweise der grüne und der graue Star.

Der grüne Star wird auch (das) Glaukom genannt. Er wird häufig durch einen erhöhten Augeninnendruck verursacht und kann unbehandelt zur Erblindung führen. Für die „Glaukom-Vorsorge“ wird daher der Augeninnendruck gemessen. Auch bei der AMD kann es in manchen Fällen sinnvoll sein, den Augeninnendruck zu messen.
Mehr zur Augeninnendruckmessung

Der graue Star wird auch als (die) Katarakt bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine Trübung der Augenlinse. Diese ist bei der Funduskopie mit der Spaltlampe in der Regel gut zu sehen.

Weitere Information zur Entstehung und Behandlung des grauen Stars finden Sie auf www.alcon-pharma.de

Quellen:
[1] BVA, DOG: Leitlinie Nr. 21 Altersabhängige Makuladegeneration AMD (Stand Oktober 2015). http://augeninfo.de/leit/leit21.pdf, zuletzt besucht am 07.05.2019.
[2] Stellungnahme der DOG, der RG und des BVA: Die Anti-VEGF-Therapie bei der neovaskulären altersabhängigen Makuladegeneration: Therapeutische Strategien (Stand November 2014).
http://www.dog.org/wp-content/uploads/2013/03/Stellungnahme-Anti-VEGF-Therapie-bei-der-neovaskul%C3%A4ren-Therapeutische-Strategie-Nov-2014-final.pdf, zuletzt besucht am 07.05.2019.