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Spiegelung des Augenhintergrundes (Funduskopie) beim diabetischen Makulaödem (DMÖ)

Ein Arzt und eine Patientin sitzen sich am Untersuchungsgerät gegenüber.

Die Augenspiegelung (Funduskopie oder Ophthalmoskopie) gehört zu jeder ausführlichen augenärztlichen Untersuchung. Mit Hilfe einer Lichtquelle und vergrößernden Lupen betrachtet der Arzt den Augenhintergrund und kann dabei krankhafte Veränderungen, beispielsweise an der Netzhaut, feststellen.

Untersuchungsablauf

Damit der Arzt alle Bereiche der Netzhaut einsehen kann, muss er die Pupillen vor Beginn der Untersuchung mit speziellen Augentropfen erweitern. Die Wirkung setzt sehr schnell ein. Machen Sie sich keine Sorgen: Die nur wenige Minuten dauernde Augenspiegelung verursacht keine Schmerzen, manche Patienten fühlen sich allerdings durch das Licht der Untersuchungslampe etwas geblendet. In der Regel berührt die Lupe das Auge nicht. In einigen speziellen Fällen, z. B. wenn zusätzlich auch eine Behandlung am Auge ansteht, platziert der Arzt die Lupe jedoch direkt auf dem zuvor mit Tropfen betäubten Augapfel.

Bild einer Funduskopie: Der Augenhintergrund erscheint orange und wird kreisförmig dargestellt. Es sind rote, verästelte Blutgefäße zu sehen, einzelne Bereiche sind beschriftet.

Moderne Technik liefert auf Wunsch Bildvergrößerungen, so dass auch minimale Veränderungen auffallen. In manchen Fällen fotografiert der Arzt auch den Augenhintergrund, um den Befund mit späteren Untersuchungsergebnissen vergleichen zu können.

Ältere Dame mit Hut und Sonnenbrille

Bitte beachten Sie: Die Pupillen bleiben noch einige Stunden lang vergrößert [1], die Augen reagieren dadurch sehr lichtempfindlich. Aus diesem Grund dürfen Sie nach solch einer Untersuchung erst dann wieder Auto oder Fahrrad fahren, wenn die Tropfen nicht mehr wirken. Lassen Sie sich daher am besten aus der Arztpraxis abholen und benutzen Sie eine Sonnenbrille (auch bei bedeckter Witterung!).

Warum eine Funduskopie nicht immer ausreicht

Nicht immer kann der Augenarzt Veränderungen der Netzhaut, wie sie beim diabetischen Makulaödem auftreten, mit Hilfe der Augenspiegelung zuverlässig erkennen. In einigen Fällen benötigt der Arzt detailliertere Informationen über den Zustand der Blutgefäße in der Netzhaut oder über Veränderungen in den einzelnen Netzhautschichten. Dann kommen ergänzende Untersuchungen wie die Fluoreszenz-Angiographie oder die optische Kohärenztomographie (OCT) in Frage [2].

Quellen:
[1] http://www.portal-der-augenmedizin.de/behandlungen/allgemeine-untersuchungen/kontrolle-augenhintergrund/betrachtung-kontrolle-augenhintergrund.html, zuletzt besucht am 07.05.2019.
[2] BVA, DOG: Diabetische Retinopathie, Leitlinie Nr. 20 (Stand September 2011). http://augeninfo.de/leit/leit20.pdf, zuletzt besucht am 07.05.2019.