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Symptome des diabetischen Makulaödems (DMÖ)

Da das diabetische Makulaödem (DMÖ) nicht alleine sondern im Rahmen einer diabetischen Netzhauterkrankung (Retinopathie) entsteht, machen sich meist Beschwerden beider Erkrankungen bemerkbar.

Vielfältige Beeinträchtigungen der Sehkraft

Die diabetische Retinopathie bleibt oft lange Zeit symptomlos. Anfangs verspüren die Betroffenen häufig leichte Probleme, z. B. bei der Wahrnehmung von Farben oder Kontrasten. Das scharfe Sehen funktioniert in dieser Erkrankungsphase meist noch problemlos. Erst wenn die Erkrankung weiter fortschreitet, kann es z. B. durch Einblutungen in den Glaskörper und/oder eine Netzhautablösung zu einer Verminderung der Sehschärfe kommen. Bei einer Netzhautablösung sieht der Betroffene „Lichtblitze“ und „Rußregen“ im Blickfeld.

Beim diabetischen Makulaödem nehmen vor allem die Lichtsinneszellen der Makula, also im Bereich des schärfsten Sehens auf der Netzhaut, Schaden. Sehstörungen infolge eines DMÖ treten deshalb vorrangig im zentralen Bereich des Sichtfeldes auf. Zu den typischen Symptomen des diabetischen Makulaödems gehören:

  • Unscharfes, verschwommenes oder verzerrtes Sehen sowie veränderte Farbwahrnehmung
  • Dunkle Flecken oder rote Schleier im Gesichtsfeld
  • „Grauer Vorhang“ im Gesichtsfeld
  • Sehausfälle im Bereich des schärfsten Sehens

Mit den ersten wahrnehmbaren Anzeichen eines diabetischen Makulaödems steigt die Gefahr, dass die Erkrankung weiter fortschreitet und das Augenlicht bedroht. Spätestens jetzt gilt: Sofort zum Augenarzt! Denn moderne Behandlungsmöglichkeiten bieten eine gute Chance, die Sehleistung beim DMÖ zu verbessern, zu stabilisieren oder zumindest das Fortschreiten der Sehverschlechterung zu verlangsamen.

Fotos der typischen Symptome beim DMÖ: unscharfes Sehen, verzerrtes Sehen, Sehausfälle, verminderte Kontraste

Auswirkungen des diabetischen Makulaödems auf das alltägliche Leben

Die Symptome des DMÖ beeinträchtigen vor allem all jene Aktivitäten des täglichen Lebens, die eine besonders gute Sehleistung erfordern. Dazu gehören z. B.:

  • Lesen
  • Fernsehen
  • Autofahren
  • Ablesen der Uhrzeit
  • Erkennen von Gesichtern

Starke Sehbeeinträchtigungen infolge eines Makulaödems können daher dazu führen, dass die Betroffenen ihre Unabhängigkeit im Alltag verlieren – etwa weil sie nicht mehr selbständig ein Fahrzeug lenken können und deshalb schon für kleinere Wege auf die Hilfe von Familie oder Freunden angewiesen sind. Lesen Sie dazu auch unsere Tipps zum Alltag mit DMÖ.