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Verlauf und Prognose des diabetischen Makulaödems (DMÖ)

Bei der diabetischen Retinopathie treten Symptome oft erst auf, wenn die Netzhaut bereits deutlich Schaden genommen hat. Etwa 6–10 % aller Diabetiker entwickeln im Verlauf ihrer Erkrankung ein diabetisches Makulaödem [1]. Bei 1–3 % der Patienten kommt es im Krankheitsverlauf schließlich zu Sehbeeinträchtigungen infolge eines Makulaödems [1].

Diabetiker sollten daher sofort zum Augenarzt gehen und ihre Netzhaut untersuchen lassen, sobald sie Sehbeschwerden bemerken. Denn je früher der Arzt krankhafte Netzhautveränderungen erkennt, umso besser stehen die Chancen, den Krankheitsverlauf aufzuhalten, bereits eingetretene Schädigungen zu begrenzen oder sogar die Symptome zu verbessern.

Ohne rasche und wirksame Behandlung schreitet das diabetische Makulaödem meist weiter fort, und die geschädigten Netzhautbereiche dehnen sich immer weiter aus. Lichtsinneszellen und andere Zellen der Netzhaut leiden immer mehr und können z. B. nicht mehr richtig funktionieren oder werden zerstört. Schlimmstenfalls droht eine vollständige Erblindung.

Moderne Behandlungsverfahren können diesen Erkrankungsverlauf jedoch verzögern oder aufhalten, so dass die Behandlungsaussichten heute erheblich besser sind, als noch vor wenigen Jahren.

Quellen:
[1] Chen E, Looman M, Laouri M et al. Burden of illness of diabetic macular edema: literature review. Curr Med Res Opin 2010; 26: 1587–1597.