Sie sind hier:

Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung der diabetischen Retinopathie und des diabetischen Makulaödems (DMÖ)

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Augenarzt tragen entscheidend dazu bei, erste diabetesbedingte Netzhautveränderungen früh zu entdecken und zu behandeln, noch bevor die Sehkraft leidet. Wenn Sie bereits Sehstörungen bemerken, zeigt die Netzhaut häufig schon derart fortgeschrittene Veränderungen, dass diese sich durch eine Behandlung häufig nicht mehr vollständig zurückbilden lassen.

Augenärztliche Vorsorgeuntersuchung

Ein Arzt und ein älterer Patient im Gespräch. Diabetiker sollten grundsätzlich einmal pro Jahr für eine Vorsorgeuntersuchung zu ihrem Augenarzt gehen [1]. Falls der Arzt dabei Anzeichen von Netzhautveränderungen entdeckt, wird er den Abstand zwischen den Untersuchungen vermutlich auf drei bis sechs Monate verkürzen. Abgesehen von diesen Terminen sollten Sie aber sofort den Augenarzt aufsuchen, wenn Sie bemerken, dass sich Ihre Sehleistung verschlechtert.

Die DMÖ-Vorsorgeuntersuchungen umfassen in der Regel [1]:

Weitere Untersuchungen, wie die Fluoreszenz-Angiographie oder die optische Kohärenztomographie , wird der Arzt nur dann durchführen, wenn er bei der Vorsorgeuntersuchung Auffälligkeiten bemerkt.

Wer zahlt die DMÖ-Vorsorgeuntersuchungen?

Die jährliche augenärztliche Vorsorgeuntersuchung bei Diabetikern gehört zum Leistungsspektrum der Krankenkassen. Das gilt auch für die kurzfristigeren Vorsorgeuntersuchungen bei auffälligen Augenbefunden sowie natürlich für die notfallmäßige Behandlung beim Augenarzt im Fall einer akuten Sehverschlechterung. Die Kosten für eine optische Kohärenztomographie (OCT), eine Art Ultraschall-Untersuchung der Augen, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen derzeit allerdings nicht.

Quellen:
[1] Leitlinie der DDG: Diagnostik, Therapie und Verlaufskontrolle der diabetischen Retinopathie und Makulopathie (Stand 11/2004). http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Evidenzbasierte_Leitlinien/EBL_Retinopathie_Update_2004.pdf, zuletzt besucht am 07.05.2019.