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Kontrolluntersuchungen während und nach einer VEGF-Behandlung bei myoper CNV

Viele Patienten mit myoper CNV benötigen 1 bis 2 Spritzen mit einem VEGF-Hemmer [1]. Bei manchen sind mehr Injektionen nötig. Für alle gilt jedoch: Zwar sind die krankhaften Gefäßwucherungen für den Moment gestoppt, sie können jedoch später wieder anfangen zu wachsen und undicht werden. Dann kann sich die Sehleistung wieder verschlechtern und neue Spritzen mit einem VEGF-Hemmer sind nötig.

Patientin und Augenarzt sitzen sich am Untersuchungsgerät gegenüber.Daher ist es für jeden Patienten mit myoper CNV wichtig, auch nach der Therapie mit einem VEGF-Hemmer regelmäßig die Augen vom Arzt kontrollieren zu lassen – zunächst in monatlichen Abständen, anschließend in Abhängigkeit vom individuellen Krankheitsverlauf. Je früher bei einer Sehbeeinträchtigung eine erneute Behandlung beginnt, desto länger bleibt die Sehleistung erhalten.

In der Regel nimmt der Augenarzt bei den Kontrolluntersuchungen eine Spiegelung des Augenhintergrundes (Funduskopie) und eine Prüfung der Sehschärfe (Visus) vor.

Häufig greift er zusätzlich auch auf andere Untersuchungsmethoden zurück. So wird heute oft eine optische Kohärenztomographie (OCT) zur Verlaufskontrolle durchgeführt [1]. Dabei arbeitet der Arzt mit einer Art Ultraschallgerät, mit dem er das Auge aufnimmt. In manchen Fällen macht zusätzlich eine Fluoreszenz-Angiographie Sinn, um auch kleinste Veränderungen der Gefäße am Augenhintergrund zu beurteilen.

Trotz dieser engmaschigen augenärztlichen Kontrollen ist es sinnvoll, die Sehleistung zwischendurch auch zu Hause selbst zu testen. Bei Auffälligkeiten vereinbaren Sie am besten sofort einen Termin beim Augenarzt.

 

Quellen:
[1] Stellungnahme von BVA, RG und DOG zur Therapie der chorioidalen Neovaskularisation bei Myopie (Stand Dezember 2013). http://www.dog.org/wp-content/uploads/2014/01/myope-CNV-12-12-13-mit-neuem-Schema.pdf, zuletzt besucht am 08.05.2019.