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Photodynamische Therapie (PDT) bei krankhafter Gefäßneubildung (myoper CNV)


Bevor die VEGF-Hemmer zur Verfügung standen, nutzten Augenärzte zur Behandlung von krankhaften Gefäßneubildungen (myope CNV) im Rahmen einer pathologischen Myopie oft die photodynamische Therapie (PDT) [1]. Bei dieser Behandlungsmethode wird ein lichtempfindlicher Farbstoff durch „kaltes“ Laserlicht gezielt im Auge aktiviert.

Welche Behandlungsmethode für Sie den besten Behandlungserfolg verspricht, hängt von vielen individuellen Faktoren ab – Ihr Augenarzt wird Sie diesbezüglich beraten.

Durchführung der photodynamischen Therapie

Schema zur photodynamischen Therapie: Ein lichtempfindlicher Farbstoff wird über die Armvene direkt in das Blutsystem gegeben. Dadurch gelangt es ins Auge, wo es durch kaltes Laserlicht aktiviert wird.

Zunächst spritzt Ihnen der Augenarzt einen lichtempfindlichen Farbstoff über die Armvene ins Blut. Der Wirkstoff verteilt sich anschließend über das Blutgefäßsystem im ganzen Körper. Er reichert sich besonders in den neu gebildeten undichten Blutgefäßen im Auge an und macht sie für den energiearmen Lichtstrahl empfindlich. Nach rund 15 Minuten aktiviert der Arzt den Farbstoff mit kaltem Laserlicht zielgerichtet in den Bereichen der Netzhaut, in denen die Blutgefäße krankhaft verändert sind. Die Gefäße werden dadurch verödet, gesundes Gewebe bleibt meist verschont [2]. Das Prinzip dahinter: Der Farbstoff bildet Blutgerinnsel in den krankhaften brüchigen neuen Gefäßen und zerstört sie dadurch.

 

Quellen:
[1] Stellungnahme von BVA, RG und DOG zur Therapie der chorioidalen Neovaskularisation bei Myopie (Stand Dezember 2013). http://www.dog.org/wp-content/uploads/2014/01/myope-CNV-12-12-13-mit-neuem-Schema.pdf, zuletzt besucht am 08.05.2019.
[2] http://www.nhs.uk/Conditions/Macular-degeneration/Pages/Treatment.aspx, zuletzt besucht am 30.03.2017.