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Früherkennung von Komplikationen der pathologischen Myopie

Unsere Augen nehmen Einschränkungen der Sehkraft vor allem dann als Warnsignal wahr, wenn diese plötzlich erfolgen. Langsame Veränderungen entgehen der Wahrnehmung hingegen leicht. Möglich wird dies durch eine außergewöhnliche Leistung unseres Gehirns: Unsere Augen sind so programmiert, dass sie die Schwächen des anderen Auges über einen längeren Zeitraum ausgleichen. Die Folge: Wir bemerken die Sehstörungen häufig erst dann, wenn bereits beide Augen betroffen sind. Genau das gilt es aber zu vermeiden. Denn je früher mögliche Folgeschäden der pathologischen Myopie entdeckt und behandelt werden, desto höher ist die Chance, dass sich die krankhaften Veränderungen wieder zurückbilden oder zumindest nicht weiter fortschreiten.

Regelmäßige augenärztliche Kontrollen

Menschen, die an pathologischer Myopie leiden, sollten mindestens einmal pro Jahr zur augenärztlichen Kontrolle gehen, um Folgeschäden der starken Kurzsichtigkeit auszuschließen. Solche Folgeschäden können etwa sogenannte Lackrisse zwischen Netz- und Aderhaut oder die krankhafte Neubildung von Blutgefäßen (myope CNV) sein. Die jährliche Kontrolle erlaubt es dem Augenarzt, solche Komplikationen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Es kann sinnvoll sein, bei der jährlichen Kontrolle die Netzhaut auch mittels optischer Kohärenztomographie zu untersuchen. Die Kosten hierfür werden von den Krankenkassen jedoch in der Regel nicht getragen.

Bei Sehverschlechterungen immer zum Augenarzt

Unabhängig von Vorsorgeuntersuchungen suchen Sie bitte immer unverzüglich einen Augenarzt auf, wenn sich das Sehvermögen akut verschlechtert. In solch einem Fall kann der Arzt ein umfangreiches Untersuchungsprogramm veranlassen. Dazu gehören:

Weitere Untersuchungen, wie die optische Kohärenztomographie oder die Fluoreszenz-Angiographie folgen in der Regel nur dann, wenn der Arzt bei den vorherigen Untersuchungen Auffälligkeiten bemerkt hat.