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Monitoring der VEGF-Therapie bei VAV und ZVV: VEGF-Hemmer ein Leben lang?

Medikamente wie die VEGF-Hemmer können sowohl einen Venenastverschluss (VAV) als auch einen Zentralvenenverschluss (ZVV) zwar nicht rückgängig machen, aber Komplikationen reduzieren und sogar in vielen Fällen die Sehleistung wieder bessern. Bei einer Therapieunterbrechung kann es jederzeit vorkommen, dass sich die Sehschärfe wieder verschlechtert. Daher sollten VAV/ZVV-Patienten ihre Sehschärfe und ihre Augenbefunde nicht nur direkt im Anschluss an eine Behandlung, sondern regelmäßig vom Arzt überprüfen lassen.

 

Langfristige Überwachung unter Therapie mit VEGF-Hemmern

Patientin und Arzt sitzen sich bei der Untersuchung gegenüber. Mit Hilfe der Funduskopie kann der Arzt das Auge auf typische Hinweise für Komplikationen des VAV bzw. ZVV untersuchen.Bei vielen VAV/ZVV-Patienten verbessert sich die Sehleistung nach einer VEGF-Therapie spürbar. Dennoch kann es sein, dass die Sehleistung nach einem abgeschlossenen Behandlungszyklus wieder nachlässt – manchmal innerhalb weniger Wochen. Je früher dann die Anti-VEGF-Therapie wieder einsetzt, desto länger bleibt die Sehleistung erhalten. Daher haben sich monatliche augenärztliche Kontrollen (mindestens in den ersten 6 Monaten nach Auftreten des VAV oder ZVV) bewährt [1,2]. In der Regel untersucht der Augenarzt dabei den Augenhintergrund (Funduskopie) und überprüft die Sehschärfe (Visus).

Als Ergänzung kommt auch eine optische Kohärenztomographie (OCT) in Betracht. Diese Methode ermöglicht, das Ausmaß eines Ödems genauer beurteilen zu können [2].

Zwei Bilder einer optischen Kohärenztomographie (OCT) beim RVV: Vor der Therapie war die Netzhaut durch ein Makulaödem verdickt. Nach der Therapie ist das Ödem nicht mehr zu sehen und die Netzhautdicke hat deutlich abgenommen.

Zusätzlich zu den augenärztlichen Kontrollen ist es sinnvoll, die Sehleistung zwischendurch auch zu Hause mit einem einfachen Sehtest selbst zu überprüfen und bei Auffälligkeiten noch vor dem nächsten vereinbarten Kontrolltermin einen Augenarzt aufzusuchen.

Quellen:
[1] Meyer CH, Holz FG: Effizientes Patientenmonitoring unter Anti-VEGF-Therapie. Z. prakt. Augenheilkd. 2008; 29: 359–364.
[2] Stellungnahme von BVA, RG und DOG zur Therapie des Makulaödems beim retinalen Venenverschluss (Stand Juni 2012). http://cms.augeninfo.de/fileadmin/PDF/1004venenverschluss.pdf, zuletzt besucht am 24.05.2019.