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Vorsorgeuntersuchung des Auges zur Früherkennung

Die beiden Formen des retinalen Venenverschlusses (RVV), der Venenastverschluss (VAV) und der Zentralvenenverschluss (ZVV), sind die zweithäufigste Gefäßerkrankung des Auges (an erster Stelle stehen die von einer Zuckerkrankheit ausgehenden diabetischen Netzhauterkrankungen). Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen tragen dazu bei, mögliche gesundheitliche Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen. Da das Risiko für einen VAV bzw. ZVV mit dem Lebensalter steigt, sollten gerade ältere Menschen die empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen ernst nehmen. Dazu zählen derzeit folgende Untersuchungen:

Regelmäßige augenärztliche Kontrollen

Diabetiker: mindestens einmal jährlich, gegebenenfalls öfter
Alle ab 40 Jahren: jährliche Glaukom­-Früherkennungsuntersuchung (die dazugehörende schmerzfreie Augeninnendruckmessung ist derzeit keine Kassenleistung)

Check-up 35 beim Hausarzt

Allgemeiner Gesundheitscheck für alle über 35­-Jährigen im Abstand von 2 Jahren (u. a. Blutdruck­-, Blutfett-­ und Blutzuckerkontrolle)

Bei Sehverschlechterungen immer zum Augenarzt

Unabhängig von Vorsorgeuntersuchungen sollte jeder immer unverzüglich einen Augenarzt aufsuchen, wenn sich das Sehvermögen akut verschlechtert. In solch einem Fall veranlasst der Arzt üblicherweise ein umfangreiches Untersuchungsprogramm. Dazu gehören:

Weitere Untersuchungen, wie die Fluoreszenz-Angiographie oder die Optische Kohärenztomographie, folgen in der Regel nur dann, wenn der Arzt bei den vorherigen Untersuchungen Auffälligkeiten bemerkt hat.