Die Anzeichen des diabetischen Makulaödems (DMÖ) sind oft nicht leicht zu erkennen. Erfahren Sie, auf welche Symptome Sie achten müssen.

Verantwortlich für die Symptome eines diabetischen Makulaödems sind unter anderem Flüssigkeitsansammlungen in und unter der Netzhaut. Das beeinträchtigt die Makula, die Stelle des schärfsten Sehens, und dadurch auch die Sehkraft1. Das Problem: Diabetische Netzhauterkrankungen wie das diabetische Makulaödem verlaufen häufig schleichend2, Symptome zeigen sich oft erst in einem späten Stadium der Erkrankung3,4,5. Wenn nur ein Auge betroffen ist, werden DMÖ-Symptome zudem möglicherweise nicht erkannt, weil das andere Auge die Seheinschränkung ausgleicht6. Die Symptome eines diabetischen Makulaödems und ihre Ausprägung können bei jeder Patientin und jedem Patienten unterschiedlich sein. Zu den häufigen ersten DMÖ-Symptomen zählen:

  • Verschwommenes Sehen6
  • Verzerrtes Sehen6
  • Veränderte Farbwahrnehmung6
  • Flecken im Blickfeld2
Vier Grafiken illustrieren die Symptome des DMÖ. Jede Grafik ist zweigeteilt. Der linke Teil zeigt die Sicht bei erkranktem Auge, der rechte Teil bei gesundem Auge. In der ersten Grafik ist etwa der linke Teil verschwommen und der rechte scharf zu sehen.

Diabetisches Makulaödem: Symptome ernst nehmen

Tritt bei Ihnen eines oder mehrere der aufgeführten Symptome auf, kann das auf ein diabetisches Makulaödem hindeuten. Wenden Sie sich unbedingt zeitnah an eine Augenärztin oder einen Augenarzt und lassen Sie überprüfen, ob ein diabetisches Makulaödem diese Symptome verursacht. Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser1: Bei einer rechtzeitigen Behandlung stehen die Chancen gut, dass sich die Sehkraft erhalten oder sogar verbessern lässt1

Augenärztinnen und Augenärzte raten bei Diabetes zu frühzeitigen und regelmäßigen Kontrolluntersuchungen – schon bevor sich Symptome eines DMÖ zeigen. Es gilt: Menschen mit Diabetes ohne diabetische Retinopathie sollten je nach Risikofaktoren alle zwölf bis 24 Monate ihre Augenärztin oder ihren Augenarzt aufsuchen1.

Liegt bereits eine diabetische Retinopathie vor, sind häufigere Kontrollen ratsam1. Wurde bei Ihnen ein diabetisches Makulaödem diagnostiziert, halten Sie bitte unbedingt Ihre Behandlungs- und Kontrolltermine ein. Es handelt sich um eine chronische Erkrankung, die ein Leben lang kontrolliert werden muss. Gemeinsam mit Ihrer Augenärztin oder Ihrem Augenarzt können Sie den Verlauf des diabetischen Makulaödems kontrollieren und gegebenenfalls gegensteuern. Sie wollen erfahren, wie das DMÖ diagnostiziert werden kann? Dann besuchen Sie unsere Infoseite zur Untersuchung des diabetischen Makulaödems.  

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Quellen

  1. Diabetische Retinopathie. http://cms.augeninfo.de/hauptmenu/augenheilkunde/augenerkrankungen/netzhauterkrankungen/diabetische-retinopathie.html, zuletzt aufgerufen am 03.12.2021.
  2. Spital. Der Diabetologe, Therapie des diabetischen Makulaödems, 15.10.2018.
  3. Diabetische Retinopathie. https://www.msdmanuals.com/de-de/profi/augenkrankheiten/netzhauterkrankungen/diabetische-retinopathie, zuletzt aufgerufen am 03.12.2021.
  4. Diabetic Retinopathy and Diabetic Macular Edema: Pathophysiology, screening, and novel therapies. https://care.diabetesjournals.org/content/26/9/2653, zuletzt aufgerufen am 03.12.2021.
  5. Diabetic macular oedema. https://www.macularsociety.org/macular-disease/macular-conditions/diabetic-macular-oedema/, zuletzt aufgerufen am 03.12.2021.
  6. Macular Edema. https://www.nei.nih.gov/learn-about-eye-health/eye-conditions-and-diseases/macular-edema, zuletzt aufgerufen am 03.12.2021.
  7. Was hat Diabetes mit Ihren Augen zu tun?https://www.kbv.de/media/sp/Patienteninformation_Diabetes_und_Augen.pdf, zuletzt aufgerufen am 03.12.2021.