Da die für die sCNV typischen neuen Gefäße oftmals Flüssigkeit im Bereich der Netzhaut abgeben, können dort Abhebungen entstehen und dadurch zu starken Beschwerden der Augen führen. Ein erstes Anzeichen sind meist Bildverzerrungen, sogenannte Metamorphopsien. Hierbei erscheinen gerade Linien, beispielsweise bei schachbrettähnlichen Mustern oder Fliesen, in welligen Formen. Nehmen Sie bei sich derartige Sehveränderungen wahr, sollten Sie nicht zögern und einen Arzt aufsuchen.

Im weiteren Verlauf der choroidalen Neovaskularisation kommt es in der Regel zusätzlich zu einer plötzlichen Sehverschlechterung.

Diese kann sich von einer verschwommenen Sicht bis hin zu einem Ausfall des zentralen Gesichtsfeldes in Form von Schatten und dunklen Flecken äußern. Patienten ist es zudem vermehrt nicht mehr möglich zu erkennen, was im Zentrum des Blickfelds liegt. So nehmen sie beispielsweise von einem Menschen nur noch schemenhafte Konturen wahr oder sehen auf einer Uhr zwar Ziffern, jedoch keine Zeiger mehr. Derartige Symptome sollten unbedingt von einem Mediziner abgeklärt werden. Regelmäßige Kontrollen, eine konsequente Behandlung und Therapietreue sind unerlässlich, um eine Verschlechterung des Visus (Sehschärfe) aufzuhalten.

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[1] Bowling, Brad: KANSKIs Klinische Ophthalmologie. Ein systematischer Ansatz. 8. Auflage. München: Elsevier GmbH Deutschland 2017. S.606.